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Gewaltschutz-Bildung und Sensitivity-Learning
BILDUNGS-INITIATIVE GEWALTSCHUTZ ist ein stetig wachsendes Magazin- und Bildungsprojekt für Beratende, Juristen, Medien, Kinderschutzkräfte, Verantwortliche, Betroffene, Selbsthilfegruppen und Interessierte – das Magazinprojekt richtet sich mit journalistischen Fachbeiträgen an alle, die Gewalt an Frauen verstehen, verhindern und lösen wollen.
Nie war Gewaltschutz so relevant. Gewalt gegen Frauen und Mädchen nimmt rasant zu. Das erste geschlechtsspezifische Bundeslagebild (Bundeskriminalamt.de) zu Gewalttaten an Frauen und Mädchen weist mehr als 180.000 Gewaltbetroffene in Deutschland aus. Das Dunkelfeld wird dabei mit mehr als einer Million Frauen angenommen. Fast täglich tötet inzwischen ein Mann seine (Ex-) Partnerin in einem Femizid. Dennoch sind Medien, Gesellschaft, Polizei, Ärzte, Kinderschutzkräfte und Behörden gefährlich uninformiert, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht.
Gewaltbetroffene Frauen werden als tragische Einzelfälle stigmatisiert, sie werden beschämt, verurteilt, ausgegrenzt. Landen in Armut, werden chronisch krank, verlieren die Chance, ihre Kinder zu schützen.
Gesellschaft, Medien und Verantwortliche können mehr tun, doch es fehlt an Gewaltschutzbildung und an der Verwendung rechtlich und wissenschaftlich korrekter Narrative für kompetenten Gewaltschutz.
Das Magazinprojekt BILDUNGS-INITIATIVE GEWALTSCHUTZ bietet regelmäßige, weitreichende journalismusgestützte Hintergründe als bildendes Gewaltschutz-Sensitivity-Seminar unter anderem auch
für Therapeut:innen, Beratende, Jurist:innen, Print- und TV-Medienschaffende, Social Media Teams, Kinderschutzstellen, Behörden und Politiker:innen.
Wer sich mit "Gewalt gegen Frauen" beratend, öffentlich, in seiner Arbeit oder in Angeboten an seine Teams auseinandersetzt, lernt hier redaktionell aufbereitet und sorgfältig recherchiert, wie das Thema betroffenensensibel und faktenbasiert kommuniziert und behandelt werden sollte.
Weiterbildung
Gewaltschutz-Bildung und Sensitivity-Learning –
BILDUNGS-INITIATIVE GEWALTSCHUTZ ist ein junges, stetig wachsendes Magazin- und Bildungsprojekt, das den Anspruch hat, einen gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. Schutz für Frauen und Kinder vor Gewalt und die Wahrung von Grund- und Menschenrechten darf nicht von fehlender Bildung in den Systemen und in der Gesellschaft abhängen. Nie war Demokratiearbeit wichtiger als heute.
Wir leben in Zeiten, in denen ein verurteilter Vergewaltiger mit Milliardären aus der Maskulisten-Szene die Welt verändern will. Wir sehen schon heute Diktaturen Frauenrechte immer weiter einschränken oder sie bereits völlig ausradieren. Demokratie und Gewaltschutz gehen, wie der Schutz von Menschenrechten, Hand in Hand.
Eine demokratische, gleichberechtige Welt, war zu keinem Zeitpunkt so bedroht wie heute.
In Deutschland stirbt auch 2025 jeden Tag eine Frau durch Männergewalt. Und während wir uns gesellschaftlich noch fragen, ob wir Männergewalt so sagen dürfen und "ob die Frauen nicht auch ein bisschen selbst daran schuld sind", verschärft sich die Lage für weiblich gelesene Personen, Minderheiten und Kinder rund um den Globus.
Die Scham muss die Seite wechseln,
doch sie bewegt sich nicht
In ihrem Prozess erklärte die Französin Gisèle Pelicot mutig, die Scham muss die Seite wechseln. Doch davon sind wir in Deutschland weit entfernt. Gewaltbetroffene werden als bildungsfern, arm oder naiv stilisiert. Die Realität zeigt, wieviele Frauen auch in Führungspositionen und mit akademischen Abschlüssen betroffen sind. Gewalt betrifft jede dritte Frau. In allen sozialen Millieus. Sie sind überall und werden dennoch stigmatisiert.
Frauen zeigen Straftaten gegen sie so häufig nicht an, dass von einem Dunkelfeld des achtfachen Wertes erfasster Fälle ausgegangen werden muss. Die offiziellen Zahlen der Fälle, die an die Staatsanwaltschaft gelangen konnten, liegen jedoch bereits bei über 180.000 Frauen. Mal acht, das sind 1,44 Millionen von Gewalt betroffene Frauen, die es nicht wagen, die Taten anzuzeigen. Weil der Täter, ihr persönliches Umfeld, aber auch Erstkontaktstellen und Fachstellen ihnen mehr Angst als Schutz anzubieten haben. Regelmäßig wird Frauen bei Gewalt unterstellt, sie könnten diese nur erfinden. Das wiederholt sich täglich für unzählige Betroffene, während die alarmierend hohen Gewaltzahlen in Bundespressekonferenzen vorgestellt werden.
Untersuchungen zeigen, dass Frauen bis zu sieben Anläufe brauchen, um einen Gewalttäter zu verlassen. Weil die Gesellschaft sie beschämt und stigmatisiert, aber auch, weil Kinder involviert sind und Schutzmechanismen wie elektronische Fussfesseln fehlen. Weil es an Frauenhäusern fehlt und der Staat bezahlbaren Anschlusswohnraum für Alleinerziehende (in der Mehrheit Frauen) vergessen hat. In vielen Fällen bleibt den Frauen, vor allem dann, wenn sie Kinder mit dem Täter haben, gar nichts anderes übrig, als in die Gewalt zurückzukehren. Und dafür werden sie dann aus Unkenntnis und fehlender Bildung zu Gewalt von der Mehrheit der Gesellschaft noch beschämt.
Schulungsbedarf für Redaktionen, Medienschaffende und Social Media Formate
Medien berichten zum Weltfrauentag am 8. März und zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November von traurig in Szene gesetzten Einzelfällen, als die sie die betroffenen Frauen dann in ihre Sendungen holen. Diese angeblichen Einzelfälle sind je einer von 1,44 Millionen. Was auffällt: immer geht es um die Frauen, wer sie sind, wie sie sind, wie sie leben, wie sie aussehen. Untersucht wird, was sie zu Opfern macht. Das ermöglicht den Medienschaffenden, Lesern und Zuschauern größtmögliche Distanz zu den Frauen, die Gewalt erleben. Diese Frauen seien immer auch ein bisschen selbst schuld. Sie werden stigmatisiert und ausgegrenzt und eine Sache wird dabei unerwähnt gelassen. Wer die Täter sind. Die Partner oder Ex-Partner der Frauen sind es, die sich für Gewalt entscheiden. Die Besitz- und Machtansprüche an "ihre Frauen" und oft Kinder stellen. Die ihren Selbstwert vom Erhalt des Familienkonstrukts ableiten. Über die Männer als Täter müsste die Gesellschaft sprechen, um zu verstehen, warum Männer – deutsche wie migrantische gleichermaßen – Macht und Kontrolle als probate Mittel empfinden, anstatt sich zu trennen und selbstbestimmte Entscheidungen von Frauen anzuerkennen. Jahr für Jahr, wird in den Sendungen darüber nicht gesprochen.
Geht es um Femizide – 360 Frauen wurden 2023 getötet – also die Tötung von Frauen, weil sie Frauen sind und aus eben genau dem oben genannten Machtverhältnis heraus, sprechen Zeitungen und TV-Formate schier unbelehrbar von Familiendramen, Morden aus Liebe oder Gewaltakten aus Leidenschaft. Oft sind die Taten erweiterte Suizide und viele Medien sind sich mit den Sympathien für "den armen Mann" nicht zu schade, um dann Selbsthilfehotlines für Suizidgefährdung einzublenden, nicht aber Hilfestellen für Frauen und Kinder bei häuslicher Gewalt.
Sprechen wir von Gewalt gegen Frauen sollten wir lernen, Gewalt gegen Kinder immer auch klar mitzubenennen. Die Kinderschutz-Forschung sagt: Auch miterlebte Gewalt ist immer Gewalt des Täters am Kind. Zahlreiche Studien aus dem Kinderschutz belegen seit Jahren, dass Gewalt an der Mutter als Hauptsorgeelternteil auch immer das Leben des Kindes in seinen Grundfesten erschüttert. So sehr, dass davon ausgegangen werden muss, dass Kinder beim Miterleben von Gewalt und beim Aufwachsen in einem Klima aus Aggression, Bedrohung und Coercive Control, sie schwere unmittelbare und langfristige Schäden daraus tragen, die sie teils als junge Erwachsene in Depressionen, chronische Erkrankungen und sogar Suizide treibt.
Der Kinderschutz wird ausgeblendet
Mitbetroffene Kinder sind derzeit der hingenommene Kollateralschaden in Deutschland, wenn es um Männergewalt an Frauen geht. Aus Statistiken um fehlende Frauenhausplätze geht hervor, dass bei jeder Schutzsuchenden von durchschnittlich zwei zugehörigen Kindern ausgegangen wird. Neben 14.000 Frauenplätzen fehlen demnach auch weitere 36.000 Frauenhausplätze für Kinder, die hierzulande derzeit nicht zur Verfügung stehen.
Das heißt auch, zu der Vielzahl der Frauen, die die Gewaltstatistik nicht erfasst, weil sie im nichtangezeigten Dunkelfeld liegen, gehören je zwei Kinder, die in Gewalt und Bedrohung aufwachsen.
Ein Rechenspiel: 1,44 Millionen Frauen im Dunkelfeld
mal zwei Kinder – fast drei Millionen Kinder könnten unentdeckt in Gewalt aufwachsen, weil der Gewaltschutz für ihre Mütter versagt.
Es ist bekannt, dass bereits eine Erstversorgung mit Schutzunterkünften fehlt. Alles andere den Kinderschutz betreffend, wird derzeit von Fachstellen und der Politik ignoriert. Ungeachtet der Rechtslage, die klar einen Schutz des Kindes vor dem Täter und Gewalt vorsieht, werden Kinder regelmäßig in Umgangskontakte mit Gewalttätern gezwungen. Zum einen, weil patriarchale Relikte, ähnlich Paragraph 218, im deutschen Rechtssystem Väterrechte am Kind vorsehen. Zum anderen auch, weil im gesellschaftlichen Konsens weiterhin naiv – und vermeintlich progressiv – davon ausgegangen wird, dass ein schlagender und terrorisierender Mann dennoch ein "guter Vater" sein kann und dass ein Kind diesen männlichen Anteil um jeden Preis zum gesunden Aufwachsen brauche.
Eine Studie medial erfasster 154 Fälle zeigte im November 2024 auf, dass 12 Prozent der untersuchten bekannten familiengerichtlichen Verfahren, in denen es um Männergewalt ging, den Tod der Frau und zum Teil der Kinder zur Folge hatte. Weil das Hilfe- und Rechtssystem der Fehlinformation aufgesessen war, dass der Täter einen Mehrwert hinsichtlich der Kindesentwicklung biete und daher unbedingt weiterhin Umgangskontakte mit dem Kind haben sollte. Der Zugriff endete für die nicht geschützten Familien tödlich.
Regelmäßig versagt der Gewaltschutz an den Fachstellen und die Gesellschaft versagt den Frauen Schutz – in beiden Fällen, weil die Narrative sich in aller Regel und ungeachtet der Gewaltzahlen gegen Frauen richten. Das Bild der rachsüchtigen, geldgierigen, täuschenden, bitteren Frauen wird bis heute gezeichnet. Und das der verlassenen, ausgebeuteten und um die Kinder gebrachten Väter.
Narrative über Frauen etablieren die Stigmatisierung
Selten findet Aufklärung statt, dass ein Großteil der Väter nach einer Trennung gar keinen Kindesunterhalt mehr zahlt. Und das in Deutschland auch weitestgehend ungestraft kann. Auch liest man selten in der Tagespresse, dass alleinerziehende Mütter mit 41 Prozent mit den am höchsten von Armut betroffenen Bevölkerungsanteil darstellen. Für viele von ihnen gilt das trotz Arbeit.
(vgl. 10. Familienbericht des www.bmfsfj.de)
Die Narrative über Frauen ändern sich dennoch nicht. Fehlende Bildung bietet derzeit den Nährboden für Stigmatisierung, Ausgrenzung, Armut, Krankheit, (finanzielle) Nachtrennungsgewalt und den damit verbundenen fehlenden Kinderschutz.
Wer sich nicht über den Gewaltschutz informiert, wegsieht, pauschalisiert, ohne die Hintergründe zu kennen und sie für und mit den Frauen zu benennen, ist Teil des Problems. Auch, wer Opfer und Täter gleichermaßen zum Teil des Problems erklären will oder wer will, dass Frauen beweisen, nicht selbst schuld zu sein. Die oben verfügbare Studie von Dr. Wolfgang Hammer sagt zudem, eine mangelnde Bereitschaft in Fachkreisen zum Schutz der Frauen und Kinder stelle einen Großteil des Problems dar.
Medien, Politik, Fachkräfte, Kinderschutzstellen, Behörden und Justiz, sie alle könnten mehr tun und geltende Gewaltschutzrechte aus dem Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) lückenlos umsetzen.
In der Regel tun sie es nicht.
Inhalte & Angebote
Bildungsangebote in Textform Fachpublikationen und Analysen rund um Gewalt, Gewaltschutz, Femizide, Feminismus, Menschenrechte, Gleichstellung, Rechtswissen, Kinderschutz und zur Lebenssituation von gewaltbetroffenen Frauen
und ihren Kindern.
Hier finden sich laufend aktualisiert Fachartikel, Literatur, Referenzurteile und aktuelle mediale Einschätzungen den Gewaltschutz für Frauen und Kinder betreffend. Fachkräfte und alle, die Frauen bei Gewalt begleiten, können sich hier weiterbilden und lernen, wie die Themen unserer Gesellschaft derzeit die Gewaltrealität von Frauen und Kindern begünstigen.
Die Verbindung der oben genannten Themen schafft in der Gewaltschutzbildung ein Bewusstsein für Zusammenhänge, Ursachen und Mechanismen von Gewalt zu deren Abbau jede und jeder in der Gesellschaft einen Beitrag leisten kann. Bildung schützt und hilft schützen.
Betroffene finden hier schützendes Wissen und einen Ort, an dem sie weder mit Stigmatisierung noch mit veralteten Rollenklischees zur Mutterschaft oder allgemeinem Frauenhass konfrontiert werden.
Gewaltschutz-Magazin im Abo Mit noch mehr regelmäßigen journalistischen Artikeln auf dem laufenden Bleiben, das geht hier. Über eine Abo-Mitgliedschaft und über den Newsletter des steady-Magazins der Bildungs-Initiative-Gewaltschutz.
Das Magazin bietet zum Monatsbeitrag von nur 5 Euro den vollständigen Zugriff auf
alle Texte. Für Fachkäfte, Kanzleien, Medienschaffende, Therapeut:innen, Ärzt:innen, Selbsthilfegruppen und Interessierte.
Für Betroffene bieten zwei eigene Rubriken einen wachsenden Safe Space mit Inhalten und Tipps zur Analyse, Kommunikation und einer sicheren Strategie im Umgang mit Täter und institutioneller Gewalt. Der Aspekt "eigene Kinder begleiten" ist hier fester Bestandteil. Betroffene Frauen sollten als Expertinnen ihrer eigenen Situation und die ihrer Kinder anerkannt werden. Mit seinen Inhalten eignet sich das Abo-Magazin auch für Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen.
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Workshops, Online- und Inhouse-Seminare und Vorträge Wo beginnt Gewalt und was haben der Gender Pay Gap und Teilzeitstellen mit Gewalt gegen Frauen zu tun? Wer mehr wissen möchte und für seine Teams, sein Unternehmen oder für Veranstaltungen einen Vortrag, Workshop oder ein Seminar buchen möchte, ist hier richtig. Die Inhalte reichen von Gleichstellung, Gewaltschutz, Kinderschutz über Familienrecht bis hin zur Bedeutung von Neurodiversität bei Gewalterfahrungen.
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und -Consulting für Medienunternehmen
Frauen sind es leid, ihre und ähnliche Gewalterfahrungen immer auf dieselbe stigmatisierende und stark vereinfachte Weise in Zeitungen. TV-Reportagen, Filmen und Serien zu sehen.
Als Betroffene, hauptberufliche Journalistin, Publizistin und Autorin sowie Vorständin und Pressesprecherin des Initiativkreis Frauenhaus Landsberg e.V. biete ich anderen Medienschaffenden ein Sensitivity-Lektorat ihrer Formate, das Schreiben und Umschreiben von Texten und Drehbüchern sowie ein ganzheitliches, gewaltsensibles Consulting an.
Gisèle Pelicot, Dezember 2024
Gewalt gegen Frauen, Femizide, Taten und hohe Fallzahlen sorgen immer wieder für große Bestürzung bei Politik, Medien und in der Gesellschaft. Hoch sind die Aufmerksamkeit und das allgemeine Interesse insbesondere am Weltfrauentag oder zu den Orange Days, den Aktivismustagen gegen Gewalt an Frauen. Für den Rest des Jahres wird es meist still. Das Medieninteresse ebbt ab und Politiker:innen nehmen das Thema Gewalt gegen Frauen aus ihren Reden. Dann ist in Zeitungen wieder falsch von Familiendramen, tragischen Einzelfällen und von Morden aus Eifersucht die Rede. Gewaltbetroffene Frauen finden nicht mehr öffentlich statt. Und wenn, erzählen die Narrative von einzelnen schwachen, naiven und vermeintlich ungebildeten Frauen und solchen, die "doch hätten gehen können".
Es fehlt an Wissen um die Täter, die unter Vorständen und Juristen ebenso zu finden sin, wie unter Menschen ohne akademischen Abschluss. Es fehlt an Wissen, dass ein Großteil der Täter Deutsche sind. Und es fehlt an Wissen über betroffene Frauen, von denen erwartet wird, dass sie optischen und gesellschaftlichen Klischees entsprechen. Es fehlt an Kenntnis um den Kinderschutz und dass Kinder bei Gewalt gegen ihre Mütter immer selbst schweren Schaden nehmen. Es fehlt am Wissen, wann ein Femizid droht oder welche Mechanismen Täter überraschend oft gleichermaßen anwenden. Es fehlt an Bildung zum Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, der sogenannten Istanbul-Konvention, die den Gewaltschutz in Deutschland rechtsverbindlich für Frauen regelt. Medien wissen nicht, dass auch sie darin eine Verpflichtung haben. Und Kräfte in der Kinderhilfe wissen oft nicht, dass sie gegen geltendes Recht verstoßen, wenn sie Mutter und Kind in Absprachen und Konsenslösungen mit Tätern zwingen.
Der Gewaltschutz verliert sich hier. In fehlender Bildung, in Klischees und Gender-Stereotypen, im fehlenden Kinderschutz, in der Wohnungsnot und Armut der Alleinerziehenden und im Versagen, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Gesellschaft, Medien, Politik, Wirtschaft, Mediziner, Juristen und Beratende in der Kinderhilfe – sie alle könnten mehr tun und zu mehr Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen beitragen. Doch es fehlt an Bildung um den Gewaltschutz und um das Wissen von Zusammenhängen und Hintergründen, die Gewalt für Frauen und Kinder begünstigen und verschärfen.
In Zeiten in denen Maskulisten-Netzwerke und Rechtsextreme verbal und medial aufrüsten, sind kluge Konzepte gefordert. Das Magazin- & Seminarprojekt Bildungsinitiative Gewaltschutz will hier neue Antworten beitragen. Beratende, Ärzt:innen, Personen der Jugendhilfe, Therapeut:innen, Beratende in der Selbsthilfe, Betroffene, Politiker:innen, Teams und Verantwortliche in der Wirschaft, in den Medien und Interessierte in den Sozialen Medien, sie alle sollen hier regelmäßig Informationen und Hintergründe rund um das Thema Gewalt gegen Frauen finden und sich so auch über den Kinderschutz bei Gewalt informieren können.
Das Projekt vereint für mich als Gründerin eine fachliche und eine persönliche Komponente. Als Journalistin, Autorin, mehrfache Chefredakteurin und Magazinentwicklerin bin ich seit über 14 Jahren in den Medien zuhause. Seit einigen Jahren recherchiere und schreibe ich zum Thema Gewalt gegen Frauen, Familienrecht und Kinderschutz im Kontext von Gewalt. Gemeinsam mit anderen engagierten Menschen versuche ich als Mit-Vorständin und Presseverantwortliche des Initiativkreis Frauenhaus Landsberg e.V., den Gewaltschutz im ländlichen Raum
in Bayern rund um den Ammersee auf ein solides und gut vernetztes Fundament zu stellen. Als Sprachwissenschaftlerin und Psycholinguistin berate ich Frauen, wie sie ihre strategische Kommunikation verbessern können, um Gewaltschutz für sich und ihre Kinder zu erreichen. Ich halte Vorträge zum Thema Gewalt gegen Frauen und biete Workshops für Beratende und Fachstellen an, um ihnen den Ansatz der Betroffenenperspektive zu vermitteln.
Als ehemalige Betroffene von Gewalt und dem ständigen Austausch im Thema weiß ich, was Frauen und Kindern hilft – und was nicht. Welche Angebote wirklich einen Mehrwert bieten können und wo Frauen der Schutz versagt bleibt. Bei meiner Arbeit ist es mir wichtig, dass sich betroffene Frauen mit ihrer Innensicht gewertschätzt und repräsentiert sehen und zu jedem Zeitpunkt ihre Handlungsfreiheit und Entscheidungsgewalt gewahrt wissen. Gewaltbetroffene Frauen sind diejenigen, die dem System mit ihrer Innensicht und jeweiligen Expertise einen Mehrwert bieten. Mein Angebot zur Bildung richtet sich daher auch explizit an Betroffene, sich Selbstwirksamkeit und Schutz über Wissen zurückzuholen.
Für Medien, Social Media Teams und Produktionsfirmen biete ich Gewaltschutz-Sensitivity-Consulting, -Lektorat und -Writing, um das Thema die Lebensrealitäten der Frauen betroffenensensibel und korrekt abzubilden.
Das Magazin & Seminarprojekt Bildungsinitiative Gewaltschutz vereint nun alle Angebote als wachsendes Bildungsmedium unter einem Dach.
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